Silverstar (Europapark)

Kurze Fakten:
Der größte Coaster in Europa steht im EuropaPark. SilverStar, ein 73 Meter hoher B&M Coaster,
1620 Meter Fahrspaß für Jung und Alt. 130Km/h, 3 Minuten Fahrtzeit, das ist SilverStar.

Planung und Verwirklichung:
Eröffnet wurde die Bahn nach neun Monaten Bauzeit am 23. März 2002. Geplant wurde der Silver Star vom Schweizer Achterbahnhersteller Bollinger&Mabillard, in Zusammenarbeit mit der Firma MACK-Rides. Dies ist insofern          außergewöhnlich, als beinahe alle Fahrgeschäfte des Europaparks ausschließlich von der Firma Mack Rides               geplant wurden, deren Inhaber - die Familie Mack - auch der Europapark gehört.


Bahntyp:
Der Silver Star ist ein B&M (Bolliger & Mabillard) Hyper Coaster. Charakteristisch für diesen Bahntyp sind sowohl die Züge, deren neun Wagen mit jeweils vier nebeneinander befindlichen Sitzen 36 Fahrgästen Platz bieten, als auch die große Höhe und Geschwindigkeit. Ein weiteres Merkmal dieser Bahnart ist das häufige Auftreten von Schwerelosigkeit, in Fachkreisen Airtime genannt. Auf die so genannte „Ejecting Airtime“, das heißt starke negative G-Kräfte, die den Fahrgast ruckartig aus dem Sitz nach oben ziehen, wie sie bei Expedition im im Holiday Park zu finden ist, wurde bei Silver Star zugunsten der Familientauglichkeit verzichtet. Es gibt allerdings insgesamt 20 Sekunden „Floating Airtime“ (auf fünf parabolischeHügel   und den First Drop verteilt), bei der ein Bereich um −0,2 g erreicht wird. Hierbei werden die Fahrgäste sanft aus dem ergonomischen Sitz gehoben, schweben für vier bis fünf Sekunden zwischen Sitz und Bügel und sinken dann ebenso sanft wieder zurück. Insgesamt gibt es noch sieben weitere Vertreter der Kategorie B&M Hypercoaster, vier davon in den USA,  einer in Japan und zwei in Kanada.

Thematisierung:
Als Sponsor beteiligte sich der Automobilhersteller Mercedes-Benz. Auf dieser Tatsache basiert auch die komplette Thematisierung, also die Gestaltung der Bahn. Der Name „Silver Star“ (dt. silberner Stern) lässt sich mit dem silbernen Mercedes-Stern, dem Markenzeichen des Herstellers, in Verbindung bringen. Der Stationsbereich liegt in der oberen Ebene der Mercedes-Benz Motorhall. In diesem Gebäude befinden sich außerdem noch eine Ausstellung von Mercedes-Rennwagen, die Motorsports-Bar und der Racing-Shop. Die Warteschlange, von Fans auch Silverwalk genannt, führt die Wartenden durch die komplette Ausstellung, jedoch kann sie auch von Fahrunwilligen besichtigt werden. Der Weg, der die Besucher zur Motorhall bringt, ist im Stil einer Rennstrecke gehalten. So befinden sich rechts und links neben dem schwarz asphaltierten Weg die typischen rot-weißen Reifenstapel.

Fahrt:
Der Europa-Park versucht schon immer, eine weit gefächerte Zielgruppe anzusprechen. Aus diesem Grund ist die Fahrt auf dem Silver Star spürbar weniger intensiv als bei vergleichbaren Bahnen. Der Silver Star war – trotz Höhe und Geschwindigkeit – von Anfang an als familientaugliche Achterbahn geplant. Nachdem der Zug die Station verlässt, wird er mittels eines Kettenlifts bis auf die Spitze des 73 Meter hohen Lifthills gezogen. Dort beginnt dann die eigentliche Fahrt mit dem 69° steilen First Drop. Nach zwei weiteren Hügeln folgt der „Horseshoe“, eine Huf-förmige 180°-Kehre. Nach einem weiteren Hügel durchfährt der Zug die Blockbremse, einen kleinen Drop und eine aufwärts führende 270° Helix. Nach einem weiteren Hügel folgt nun die S-Kurve, welche den Zug in die anschließende Schlussbremse entlässt.Die Strecke führt im Wesentlichen einmal auf den Parkplatz des Parks, dreht im Horseshoe-Element und kehrt wieder zurück in die Station. Diese schmale Art des Layouts wird bei Achterbahnen auch „Out & Back“ genannt.

Bilder:



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